Stein, steiniger, Ralinger Bogen - 45. Internationale Grenzlandrallye gut besucht

Dass es in Europa derzeit eher frostig, rau und steinig zugeht, ist allgemein bekannt. Als hätten die Organisatoren und Ausrichter der 45. Auflage der Internationalen Grenzlandrallye das gewusst: Startpunkt der Rallye war auf der Luxemburger Sauer in Rosport und zwar direkt unterhalb der Staumauer. Die ersten fünf Kilometer, der so genannte Ralinger Bogen, könnte man mit steinig, steiniger, Ralinger umschreiben oder mit dem Titel „Und plötzlich war das Wasser weg“. Ein Ortsteil von Rosport heißt übrigens Steinheim. 20 cm mehr Wasser unter dem Kiel hätten Booten und den rund 30 Paddlern sicher gut getan. Aber das Flachwasser hatte den Vorteil, dass den Kanuten schon nach 100 Metern auf dem Wasser sichtlich warm war. Schließlich war es für Ende April mit Temperaturen um die 5°C sowie Schnee- und Graupelschauern nicht frühlingshaft mild, obwohl hier und da immer wieder die Sonne zum Vorschein kam. Nach dem Wehr hellte sich die Stimmung unter den Kanuten aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg aber auf. Die 13 km auf der Sauer bis zur Moselmündung verliefen schnell aufgrund ordentlicher Strömung. Dann hieß es noch drei km auf der Mosel paddeln und das Ziel bei Wasserliesch war erreicht.
Der Luxemburger Kanu-Club aus Grevenmacher hatte die diesjährige Tour organisiert; Ausrichter ist der Saarländische Kanu-Bund. Im Wasserliescher Hof fand die Veranstaltung bei Essen und Trinken einen gemütlichen Ausklang.
Der Luxemburger Kanu-Club ist ein sehr kleiner Verein mit knapp 20 Mitgliedern, die in erster Linie leichtes Wildwasser fahren. Den Verein gibt es bereits seit den 30er Jahren, wie der Blick in die Satzung verrät. Einmal mehr zeigte sich wieder, dass Wassersport in Europa keine Grenzen kennt und Kanuten sich einfach verstehen.
 
Armin Neidhardt