Saarländische Kanuten trauern um Hilde Krämer

Ein Leben für den Kanusport

Die Saarbrücker Kanutin Hilde Krämer verstarb am 8. August dieses Jahres im Alter von 94 Jahren. Sie hat sich über 60 Jahre sowohl auf Vereins- als auch auf Landesebene für den Kanusport ehrenamtlich engagiert. Bereits 1948 war sie Jugendwartin im SKC Saarbrücker Kanu-Club. Anschließend kümmerte sie sich Jahrzehnte lang um die Finanzen des Vereins und des Saarländischen Kanu-Bunds, in dem sie bis zu ihrem Tod Ehrenmitglied war. Für ihr uneigennütziges Engagement hat sie zahlreiche Ehrungen erhalten. Sie besaß nicht nur die Goldene Ehrennadel des SKC, sondern auch des Landesverbands und des DKV Deutschen Kanu-Verbands. Von der SPD-Stadtratsfraktion erhielt sie das „Kommunale Bügeleisen“ und von der Landesregierung die Sportplakette des Saarlandes für herausragendes ehrenamtliches Engagement im organisierten Sport.

Neben ihren organisatorischen Fähigkeiten bei der Organisation der Kanu-Slalom-Regatten in Kleinblittersdorf/ Grosbliederstroff wird ihr Name vor allem bei den Drachenbootfahrern in Erinnerung bleiben. Gemeinsam mit dem heutigen Ehrenvorsitzenden Walter Klein brachte sie 1997 die Idee des Drachenboots von Riesa aus nach Saarbrücken. Als „Mutter aller Drachen“ organisierte die Kanu-Wanderfahrerin ungezählte Trainingseinheiten auf der Saar. Hilde Krämer galt bei allen Paddlern als leidenschaftliche Kanutin und Naturliebhaberin, war Ansprechpartnerin und Vorbild für Jung und Alt gleichermaßen: Ihr Leben war der Kanusport.